Die Blüte des Roten Weinbergpfirsichs

In Cochem blüht im April der Rote Mosel-Weinbergpfirsich. Diese bunte Zeit im Frühling ist Anlass für verschiedene kulinarische Genüsse. Auch das Auge kommt nicht zu kurz, denn während die Reben noch kahl sind, erstrahlen die Steilhänge schon im zartrosa des Weinbergpfirsichs. Nicht zuletzt ist der Duft der Blüte einen Spaziergang oder eine Wanderung durch die Weinberge wert.
Tatsächlich schmeckt die unverarbeitete Frucht nicht. Ihre harte Schale und ihr herbes Fruchtfleisch machen sie roh weniger genießbar. Weiterverarbeitet zu den unterschiedlichsten Produkten stellt der Rote Weinbergpfirsich jedoch eine vielseitige Spezialität dar. Auch viele Restaurants in Cochem bringen die Frucht in ihre Rezepte ein. Ob als Nachtisch oder in Soßen, der Rote Weinbergpfirsich ist eine echte Delikatesse.

Der Blütenmarkt in Cochem

Der Blütenmarkt findet dieses Jahr am 13. und 14. April in Cochem auf dem Endertplatz statt. Hier werden an beiden Tagen von 11.00 bis 17.00 Uhr die verschiedensten Produkte rund um den Roten Weinbergpfirsich angeboten. So zum Beispiel Pfirsichbrand, Tee, Eis, Pralinen, Brotaufstriche, Liköre und viele weitere köstliche Dinge.
In Cochem ist man sehr stolz auf die Frucht und ihre Erzeugnisse, die sogar mit einem Qualitätssigel versehen sind, welches bezeugt, dass der Pfirsich auch wirklich von der Mosel kommt. Die Zeit der Blüte des Roten Weinbergpfirsichs hat eine ganz besondere Atmosphäre – perfekt, um sich richtig frühlingshaft zu fühlen!

Wissenswertes zum Roten Weinbergpfirsich

Erst vor etwa zehn Jahren griffen einige Winzer an der Mosel die Tradition des Weinbergpfirsichs wieder auf und pflanzten ihn auf den Rebflächen, um der Verbuschung Einhalt zu gebieten. Da so auch die Bewirtschaftung der teilweise schon aufgegeben arbeitsintensiven Steillagen sichergestellt und die Kulturlandschaft geschützt wird, unterstützte das Land Rheinland-Pfalz die Bepflanzung durch Zuschüsse.
Zwischendurch war die anspruchsvolle Pflanze allerdings über einige hundert Jahre lang in Vergessenheit geraten. Inzwischen jedoch stehen zwischen Cochem und Bremm wieder mehr als 10.000 dieser Bäume.
Nun aber ganz von vorne: Der Pfirsich stammt ursprünglich aus dem mittleren und nördlichen China. Sein Name stammt von dem Wort persica ab, denn über Persien kam die Pflanze durch die Römer nach Süd-Europa. An die Mosel kam der Pfirsich schließlich ebenfalls durch die Römer.
Der Rote Weinbergpfirsich wächst ausschließlich in warmem Klima, daher ist der Anbau ausschließlich in Weinbaugebieten möglich. Die Pflanze ist sehr pflegeintensiv und wächst nur auf besonderen Böden, denn sie benötigt viele Nährstoffe. Da die Knospen des Weinbergpfirsichs unterschiedlich aufblühen, werden auch die Früchte nicht alle gleichzeitig reif, sondern müssen mehrmals geerntet werden. Zur Ernte muss der perfekte Moment abgepasst werden, denn Weinbergpfirsiche reifen nicht nach. Das Aroma ist bei zu früher Ernte nicht voll ausgeprägt, essreif geerntet jedoch, sind die Pfirsiche nur wenige Tage lagerbar. Der optimale Zeitpunkt für die Ernte ist zwei bis drei Tage vor Essreife. Dann sind die Früchte bis zu sechs Wochen lang haltbar. Danach verlieren sie ihren Geschmack. Aber selbst die Lagerung ist gar nicht so einfach. Sechs Wochen hält sich der Pfirsich nämlich nur bei einer Lagertemperatur von -1 bis 0 Grad Celsius sowie bei einer Luftfeuchtigkeit von über 90%. Das erklärt neben der Tatsache, dass die rohe Frucht weniger genießbar ist, auch, warum die Weiterverarbeitung des Weinbergpfirsichs nötig ist. So kann der Geschmack der Frucht das ganze Jahr über genossen werden
Die Interessensgemeinschaft Moselweinbergpfirsich setzt sich dafür ein, dass Produkte, die aus dem Moselweinbergpfirsich hergestellt werden, einen Geoschutzstatus erhalten. Der Moselweinbergpfirsich soll nur in einem begrenzten Gebiet unter seinem eigenen Namen angebaut werden dürfen.

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